Dorfschänke Kleinkahl erweitert und modernisiert

Artikel zur Wiedereröffnung am 07.07.2000

Kleinkahl. Ralf Büttner lädt am Sonntag, 9. Juli zur Neueröffnung seiner "Dorfschänke" in Kleinkahl ein. Jugendlich frisch, modern, stilvoll und hell präsentieren sich die neuen Räumlichkeiten, die 150 Personen Platz bieten. Ab 11 Uhr werden die zahlreichen Freunde des Hauses Büttner und sicherlich auch viele neue Gäste mit einem Eröffnungsbrunch für DM 15,- pro Person verwöhnt. Das beliebte Duo Philipp und Armin spielt zur Unterhaltung auf.

Ralf Büttner´s Kochkünste und Ideenreichtum haben sich seit der Übernahem des elterlichen Betriebes im Jahr 1997 im weiten Umkreis bis ins Hessenland hinein herumgesprochen. Seine beruflichen Stationen reichen über so renommierte Häuser wie "Flörsbacher Hof", Hotel Gerber in Hösbach -Bahnhof, "Bayerischen Hof" Mainaschaff bis zum Landgasthof Behl in Blankenbach.

Mit 26 Jahren beherrscht er heute die gutbürgerlich Küche ebenso wie auserlesene Menüs und kulinarische Genüsse á la carte in allen Variationen. Sein Partyservice ist ebenso begehrt wie die Hausmacher Wurst- und Schinkenspezialitäten aus eigener Herstellung. Die erstklassige Speisekarte bietet für jeden Geldbeutel das Passende und ist individuell auf alle Anlässe und Wünsche der Schlemmer zugeschnitten.

In der "Dorfschänke" hält man gerne seine Familienfeiern ab. Dort treffen sich Vereine, Wanderer und Radfahrer - alle aus dem gleichen Grund. Weil sie gut und freundlich in familiärer Atmosphäre bedient und verwähnt werden. Die ruhig gelegene Terrasse und der gemütliche Biergarten abseits der Straße laden zum Verweilen ein. Familien - und Vereinsfeiern von 30 bis 150 Personen können in den geschmackvoll gestalteten neuen Räumen ebenso abgehalten werden wie Tagungen von Firmen, die mit Ihren Mitarbeitern einmal dem Trubel der Städte entfliehen möchten. Natürlich steht modernste Technik in Form von Flip-Chart, Overhead-Projektor etc. zur Verfügung.

Wenn man die neuen Räume betritt, befällt einem sofort eine Wohlfühl-Atmosphäre. Alles ist hochmodern und stilvoll. Stuck an den Decken, zahlreiche Verspiegelungen und Holzelemente aus Buche geben den neuen Räumen einen besonderen Flair. Wie es der Tradition dieses Hauses entspricht, darf natürlich auch der heimelige dörfliche Charakter nicht fehlen. Diese Komponente fränkischer Gastlichkeit wurde besonders gelungen in dem Raumteiler gelöst. Hier wurde auf herrlichen Glasmotiven das traditionelle Handwerk der Kleinkahler Pfarrkirche und das Ortswappen stilvoll eingebunden. Die "Dorfschänke" ist täglich durchgehend geöffnet; Dienstag ist allerdings Ruhetag.

"Dorfschänken" - Romantik in Kleinkahl

Eröffnungsartikel am 14.12.1968

Kleinkahl. Eine Dorfschänke war seit eh und je Mittelpunkt einer Ortschaft. Dort wurde diskutiert und getrunken, gegessen und gefeiert. Nicht zuletzt an diese alte Dorfschänken-Romantik hat Metzgermeister Erwin Büttner gedacht, als er daranging, in Kleinkahl, dem Mittelpunkt der Ortschaften Klein- und Großkahl, Klein- und Großlaudenbach und Edelbach, eine Gaststätte zu bauen. Nach seinen Vorstellungen sollte sie sowohl den Anforderungen eines modernen Wirts-Betriebes genügen, als auch "urgemütlich" sein - wie in einer alten Dorfschänke. Erwin und Walburga Büttner eröffnen heut in Kleinkahl ihre "Dorfschänke", ein sympathisches Gasthaus, das über hundert Gästen Platz, Speis´ und Trank bietet. Der junge Wirt und Frau Walburga haben sich vorgenommen, Ihre Kunden aufs Beste zu bedienen.

Die Idee, in an Wirtshäusern armen Kleinkahl die "Dorfschänke" zu eröffnen, hatte Erwin Büttners Vater, August Büttner. Als er vor nunmehr drei Jahren starb, arbeitete Erwin am väterlichen Plan weiter. Nach langer Arbeit - die Büttners ließen neben ihrem alten Metzgereigebäude einen ansprechenden Neubau errichten - steht heute das Gasthaus so, wie Vater und Sohn es sich wünschten. Erwin Büttner meint: "Schade, dass Vater tot ist. Er hätte den ganzen Tag in die Wirtschaft gehen können."

Das Gästezimmer ist groß und geräumig. Die durstigen und hungrigen sitzen in geschmackvoll eingerichteter Umgebung. Tannenholzfarben sind Tische und Stühle, Grün an den Gardinen belebt die Szene. Die Wände zieren heilere Bilder aus den alten Dorfschänken. So lustig, wie es an den Wänden zugeht, wird es auch bei Büttners sein.

Die Theke ist ganz mit Holz verschalt, auf einer kleinen in dem Raum stehenden Mauser sind Zierpflanzen gesetzt. Kunstvolle Lampen hängen tief herab und sorgen mit auf den Tisch konzentrierten Licht für Gemütlichkeit. Vogelbilder geben dem Raum eine natürliche Note. Büttners Prachtexemplar: Ein lautstarkes Horn, mit einer Pumpe zu bedienen. Wandspruch zur Tute: "Wer hier tutet, zahlt eine Maß Bier".

Erwin und Walburga Büttner (und ihr Pfiffikus Horst) wollen die Gäste nicht nur trinken lassen. Auch gutes Essen soll auf den Tisch. Die Erfahrung in der Metzgerei kommt den jungen Wirtsleuten jetzt zugute. Frau Walburga will eine reichhaltige Speisekarte aufstellen. Die Kleinkahler wissen, dass es bei Büttners gutes zu essen gibt: Seit langem besitzen sie die einzige Metzgerei im kleinen Kahlgrund-Ort. Oft half Erwin Büttner beim Hausschlachten. Dafür wird er als Gastwirt fortan wenig Zeit haben. Um den Gästen das Beste zu bieten, will er sich ganz seiner "Dorfschänke" und der eigenen Schlachtung widmen.

Erwin und Walburga Büttner führten die Gaststätte bis ins Jahr 1997 und übergaben sie dann an ihren Sohn Ralf. Dieser baute die mittlerweile in die Jahre gekommene "Dorfschänke" komplett um und erweiterte sie durch einen Anbau. Am 9.7.2000 war es dann soweit und Ralf Büttner lud seine Gäste zur Neueröffnung nach Kleinkahl ein.